Erster Erfolg zur Rettung des Tannengartens (Spektakels) in Sendling

BA-Vorsitzender Markus Lutz kann erste gute Neuigkeiten verkünden – SPD-Fraktion im Bezirksausschuss spricht sich einstimmig für den Erhalt aus

Einen ersten Erfolg konnte die Sendlinger SPD und deren Bezirksausschussvorsitzender Markus Lutz zusammen mit den SPD-Stadträten Horst Lischka, Christian Amlong und Christian Vorländer zur Rettung des Tannengartens (Biergarten der Gaststätte Spektakel in der Pfeuferstraße 32) in Sendling erzielen.

Nach Gesprächen mit der Lokalbaukommission (LBK, Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München) ist klar, dass der alten Tannengarten sowie der Teil des alten Baumbestandes, der zum Lokal hinführt (alte Kastanien) durch den Bebauungsplan von 1982 geschützt sind. Das bedeutet, dass diese Bäume nicht gefällt werden dürfen und dass die Grünfläche des Biergartens auch in Zukunft Grünfläche bleiben muss und auch nicht bebaut werden darf.

„Dies ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung für uns als Sendlinger Bezirksausschuss, für die Initiative zum Erhalt des Tannengartens und für die Sendlinger Bürgerinnen und Bürger“, so der BA-Vorsitzende Markus Lutz.

Des Weiteren darf der Eigentümer des Gebäudes, in dem sich die Gaststätte Spektakel befindet, die auch den traditionellen Biergarten betreibt, nicht wie gewünscht die Tiefgarageneinfahrt an das Westende des Gebäudes bauen. Wäre dies der Fall gewesen, hätten viele schützenswerte Bäume des Biergartens gefällt werden müssen. Die Einfahrt muss also in den Gebäudekörper integriert werden, eine Tiefgarage ist also nur im Innenhof des Anwesens möglich.

Keine Aussage wurde zum historischen Anbau beim Biergarten gemacht, in dem sich der große Teil der Gaststätte Spektakel befindet und der auch als Festsaal genutzt werden kann. Hierzu gibt es einen gesonderten Termin mit der Denkmalschutzbehörde.

Die SPD-Fraktion im Sendlinger Bezirksausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass auch das alte Ensemble mit dem Anbau erhalten bleibt, da es stilgebend für das Viertel ist und weit über 100 Jahr alt ist. „Natürlich sind wir als SPD für weiteren Wohnungsbau in Sendling. Nur so können bezahlbare Mieten auch bei uns im Viertel erhalten bleiben. Doch Nachverdichtung an jeder Ecke, besonders wenn es nur um so wenige Wohnungen geht wie hier geplant sind, macht auch in unseren Augen wenig Sinn. In einem engen Viertel wie Sendling brauchen wir auch Grünflächen und ab und zu eine lockere Bebauung. Besonders weil es sich bei dem Anbau um einen alten, denkmalschutzwürdigen Flachbau handelt, der mit der Wirtschaft auch eine soziale Funktion hat, sind wir gegen eine Neubebauung in diesem Bereich. Darum hoffen wir, auch im Sinne des alten Sendlinger Ortskerns, dass dieser historische Flachbau erhalten bleibt, was dem alten Ortskernensemble von Sendling nur zu Gute kommen kann“, so Lutz weiter. „Hier würde mehr kaputt gemacht werden als wieder neues geschaffen werden kann. Derzeit hat der Eigentümer durch den Bebauungsplan von 1982 und dem Baurecht nach § 34 BauGB aber leider das Recht, den historischen Anbau abzureißen und dort ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Darum hoffen wir, dass der Denkmalschutz im Sinne Sendlings und der Bürgerinnen und Bürger entscheidet, weil sonst ein traditioneller Ort für immer verschwinden würde.“

Der BA-Vorsitzende Markus Lutz und der Vorsitzende des Unterausschusses Bauen und Planen Ernst Dill wollen bei dem kurzfristigen Termin mit dem Landesamt für Denkmalschutz dabei sein. Auch mit den Eigentümern des Komplexes, der Familie Frimmer-Ferreira soll nochmals gesprochen werden.

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